Künstler der Galerie

Auf dieser Seite werden die Künstler der Galerie Steiner vorgestellt. Neben kurzen biografischen Einleitungen liegen Portfolios mit Arbeiten der Künstler vor. Zu den einzelnen Internetseiten der Künstler führt jeweils ein Link am Ende der Texte. Eine Vita steht als PDF-Datei zum Download bereit.

Thomas Bachler

Thomas Bachler, Jahrgang 1961, lebt und arbeitet in Dresden. Er gilt als einer der wichtigsten Künstler in Deutschland, die sich intensiv mit der Lochkamera be­schäf­ti­gen. Seit seinem Studium der Experimentellen Fotografie bei Floris Neusüss an der Kunstakademie in Kassel arbeitet er mit Themen und Sujets, die mehr über die Foto­grafie selbst aussagen, als dass sie etwas über die abgebildete Außen­welt be­richten.

Häufig integriert Thomas Bachler Bilder aus der Medienwelt, der Fotografiegeschichte und zeitgeschichtliche Archivaufnahmen in seine Arbeiten. Einen besonderen Fokus legt er auf das Fotogramm in all seinen Facetten. Die »Tatorte« sind Aufnahmen mit einer zunächst vollständig geschlossenen Camera Obscura, bei der ein Pistolen­schuss das zur Belichtung notwendige Loch schafft und das spätere Bild in Gestalt eines hellen Flecks sichtbar durchschlägt. Wie im richtigen kriminalistischen Leben ist es die Tat, die den bis dahin unschuldigen Ort zum Tatort macht.

→ Portfolio
→ Vita (PDF, 69 kB)
→ Internetseite von Thomas Bachler

Ludwig Bette

Ludwig Bette, geboren 1961 in Essen lebt und arbeitet in Berlin und Osnabrück
Kunsstuduim bei Alf Schuler, Kassel und Gerhard Merz, Düsseldorf mit Abschluß als Meisterschüler 1993

In der Malerei Ludwig Bettes, die in einem engen Zusammenhang mit Architektur steht, bilden Maße und Proportionen einen wesentlichen Bestandteil der geometrischen Bilder. Seine Malerei begreift sich dabei als »Laboratorium für Architektur«, als eine Art Versuchswerkstatt, »in der Gebilde an die Oberfläche (kommen), die in einem getrennten, aber verwandten Schöpfungsprozess für die Architektur verwendet werden (könnten)« [Curtis]. Die Bilder zeigen dabei keine realistisch-gegenständliche Umsetzung etwa eines Bauplans o.ä., sondern thematisieren ein sowohl der Malerei als auch der Architektur innewohnendes Konstruktionsprinzip. Der Künstler sieht sich hier nicht als verhinderter Architekt; er ist Maler, er arbeitet nicht an der realen räumlichen Schöpfung von Architektur, sondern agiert vielmehr mit Farbe auf der zweidimensionalen Fläche der Leinwand. Es geht um Konstruktion und Komposition, um Maße und Zahlen, um die planvolle Ausführung einer künstlerischen Idee. Aber es ist keine Demonstration eines vermeintlich ideal- schönen Kunstgebildes mithilfe formelhaft- mathematischer Schemata. Vielmehr entsteht ein lebendiges zeitgenössisches Kunstwerk, das in seinem Entstehungsprozess auch offen ist für die sinnvolle Einbeziehung des Zufalls, des Gefühls und der Imagination.

→ Internetseite von Ludwig Bette

Maria-Helena Buckley

Maria-Helena Buckley kennt die Welt, die sie in ihren Bildern einfängt, nicht nur durch die Linse. Die in Mallorca (Spanien) geborene Künstlerin hat selbst über 20 Jahre lang als Tänzerin in Berlin auf der Bühne die großen Klassiker getanzt. Mit dem Ende ihrer aktiven Tanzkarriere vor einigen Jahren wechselte Maria-Helena Buckley nicht das Metier, aber die Perspektive. Sie etablierte sich rasch als gefragte Ballettfotografin an den großen internationalen Opernhäusern und widmet sich gleichermaßen ihren freien Arbeiten, die beide Seiten beleuchten: vor und hinter der Bühne. In der Ausstellung »Body and Shapes« vermittelt Maria-Helena Buckley in eindrucksvoller Intensität ein plastisches Bild des Balletts: eine Perspektive, die nicht auf Zauber und Schönheit verzichten will, die märchenhaften Visionen aber zugleich als Klischee enttarnt. Maria-Helena Buckley lebt und arbeitet in Paris.

→ Portfolio
→ Internetseite von Maria-Helena Buckley

Edwin Dickman

1929 geboren in Chicago, USA; lebte seit 1931 in New York; 1950 Abitur; 1954-1956 Wehrdienst in der Navy, als Kurier häufige Flüge nach Europa; 1957 Studium an der Edinburgh Art Academy; 1958-1964 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Berlin, Meisterschüler bei Prof. Ernst Fritsch; 1962 Ausstellung im »Leierkasten« Berlin; 1964 Film »Das Urteil des Paris« mit K. Märtens, Ausstellung mit Eberhard Franke in der Galerie »Großgörschen 35«, Berlin. Weitere Ausstellungen: 1964 Festhalle Viersen; 1966 Kleine Weltlaterne, Berlin-Kreuzberg; 1972 Haus Peschken, Moers; 1974 Galerie Norai, Pollensa (Mallorca); 1975 Galerie Taube, Berlin; 1976 Allianzhaus Berlin und Köln; 1977 Haus der Wirtschaft, Berlin; 1978, 1983, 1990 Galerie Taube, Berlin; 1985 St. Matthäus-Kirche, Berlin; 1985 Galerie Basinger, Schwelm; 1987 Galerie Oberlicht, Berlin-Kreuzberg; 1999 Galerie Classico »Ein Amerikaner in Berlin«, Berlin; 2004 Rathaus Schöneberg, Berlin. Beteiligungen an der Großen Berliner, der Juryfreien und der Freien Berliner Kunstausstellung. Lebt und arbeitet in Berlin.

→ Portfolio 1 (Daydreams)
→ Portfolio 2 (Mythological Drawings I)
→ Portfolio 3 (Mythological Drawings II)

Kathrin Günter

Kathrin Günter, geboren 1971 in Lüchow-Dannenberg, lebt und arbeitet in Berlin.

Fotografiestudium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg (1993–1999) und an der Academia di belle Arti Pietro Vannucci in Perugia, Italien (1994–1995). Gewinnerin des BFF Förderpreises im Jahr 2000 mit ihrer ersten Folge der Serie Star Shots für die beste Diplomarbeit im Bereich Fotografie in Deutschland. Ihre Arbeiten wurden auf zahlreichen nationalen sowie internationalen Aus­stel­lun­gen gezeigt und sind Teil von öffentlichen und privaten Sammlungen.

Neben ihren umfang- und facettenreichen Untersuchungen des Phänomens der Paparazzi-Fotografie, sowie des Gossip- und Celebrity-Kults, liegt ein weiterer und eher experimenteller Fokus, auf den okkulten Gefilden der unsichtbaren und ungelösten Phänomenen der Fotografie des frühen 19. und 20. Jahrhunderts. Zu ihren Haupt­experi­men­tier­feldern zählen dabei vorallem Geister, - Psycho,- und Gedankenfotografie.

→ Portfolio 1 – Arbeiten von 2012
→ Portfolio 2 – Arbeiten von 2000 – 2007
→ Vita (PDF, 83,9 kB)
→ Internetseite von Kathrin Günter

Zandra Harms

Zandra Harms, geboren 1968 in Hamburg studierte von 1989–1991 bei Peter Buchholz an der Universiät Köln und von
1991–1996 an der Kunstakademie Münster bei Joachim Bandau.

Die Zeichnungen und Aquarelle kommen zart, fast unscheinbar daher, erzählen von Erkundungen der Realität, von Orten, Situationen und Beziehungen. Erst auf den zweiten Blick mischt sich etwas Fremdes, Geheimnisvolles, in die Szenerie, lässt die Verhältnisse zwischen Figur und Dingen, Figur und Umwelt aus dem Lot geraten, schaffen eine starke Dynamik. Wie wirklich ist unsere Realität, wie lässt sich diese Realität in Worten oder Bildern greifen und begreifen?

Äußere Ereignisse, die unmittelbare Umgebung, bilden letztlich den Rahmen für unsere inneren Befindlichkeiten. Dieses Wechselspiel zwischen Außen und Innen kommt in Harms Arbeiten immer wieder zum Tragen. Scheinbar gleichmütig, ihrem Schicksal ergeben, nehmen die Sujets – zumeist menschliche Wesen – ihre befremdlichen Situationen in jenen Momentaufnahmen hin. Und wir ahnen schon: Bald wird alles ganz anders sein. In der Erwartung des Kommenden liegt die Spannung, in unserer Fantasie die Gestaltung einer möglichen, spekulativen Zukunft. Die Arbeiten werden somit Teil unserer Vorstellung, unserer Konstruktion von Wirklichkeit, die erst in unserer Wahrnehmung stattfindet.

→ Internetseite

Roger Libesch

Roger Libesch, geboren1963 in Cooma, Australien,
lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Erlangen

Das Bedürfnis Geschichten zu erzählen ist der Ausgangspunkt seiner Arbeit. Sie erlaubt ihm, in unmittelbarer Weise das auszudrücken was sich in seiner Vorstellung bereits vorgeformt hat.

Interpretation benötigen seine Bilder in ihrem Geflecht von vertrauten und phan­tas­ti­schen Inhalten und Versatz­stücken nicht. Auch eine lücken­lose Ab­les­bar­keit der jeweiligen Story ist nicht beabsichtigt.

Fernsehen, Zeitungen, Werbung und die Straße sind seine Informanten. Sie bilden den Urschlamm aus dem sich seine Bildideen entwickeln.

Er gehört dabei zu jenen Malern, die ihren Blick auf die veränderte Wirklichkeit mit Ironie und Humor, den klassischen Positionen zugleich kritischer wie am Ende doch optimistischer Distanz verbinden.

→ Portfolio
→ Vita (PDF, 55,9 kB)
→ Internetseite 

Julia Lwowski · Franziska Kronfoth

Das LWOWSKI•KRONFOTH•MUSIKTHEATERKOLLEKTIV wurde gegründet von den jungen Musiktheaterregisseurinnen Franziska Kronfoth und Julia Lwowski, die seit 2012 unter diesem Namen künstlerisch und strategisch zusammenarbeiten. Beide studierten Opernregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und streben ein grenz- und genreübergreifendes Musiktheater an. Sie spielten im HAU, an der Volksbühne, im Ballhaus Ost und an der Akademie der Künste, aber auch an besonderen Aufführungsorten wie dem Schwimmbecken des Stattbad Wedding, im Keller der ehemaligen Kindl-Brauerei oder der Alten TU-Mensa. Als Kollektiv arbeiten sie seit mehreren Jahren in einem dichten Netzwerk aus Bühnen- und Kostümbildnern, Opernsängern, Dramaturgen, Schauspielern, Video-Künstlern und Musikern. Zuletzt inszenierten sie auf Einladung der Kiezoper Händels Acis and Galatea in den Berliner Clubs Grießmühle und Else. Seit Mai 2012 präsentieren sie Opern-Performances unter dem Titel Hauen und Stechen in der Galerina Steiner.

→ Internetseite

Michael Martin

Als Abenteurer, Vortragsreferent, Filmemacher, Autor und Wüstenexperte hat sich der Fotograf und diplomierte Geograf Michael Martin längst einen Namen gemacht. Seine Bücher wurden in sieben Sprachen übersetzt, die Filme und Vorträge begeistern ein Millionenpublikum, zahllose Auszeichnungen renommierter Institutionen – darunter die britische Royal Geographic Society – ehren sein außergewöhnliches Schaffen. Michael Martin zeigt sehr exklusive Ansichten unseres Planeten, zumeist Luftaufnahmen, die auf den ersten Blick abstrakt anmuten. Bizarre Formen, kristalline Strukturen und Morphologien, wie sie in der Kunstgeschichte immer wieder neu erfunden wurden, wandeln sich hier erst bei näherem Hinsehen in etwas ganz Reales.

Auszug aus dem Text zur Ausstellung »Solitary Landsacpes« 2013 von Katja Geis

→ Internetseite

Paul Mayer

Paul Mayer gelang mit der Serie »Hochstand« ein Senkrechtstart. Seine Arbeiten zeigen die individuelle Architektur von Jagdsitzen im mittel­euro­päischen Land­schafts­bild und erhielten auf Anhieb glänzende Kritiken in zahlreichen Medienberichten wie etwa im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung.

Der aus Erlangen stammende Fotograf hat nach seinem Studium der Geografie als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Agenturen gearbeitet – unter anderem bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der European Pressphoto Agency EPA. Sein Engagement für zeitgenössische Kunst zeigte er schon in den frühen 90er-Jahren, als er eine eigene Galerie in Erlangen betrieb. Zur Serie »Hochstand« wird demnächst eine umfassende Publikation erscheinen.

→ Portfolio
→ Internetseite von Paul Meyer

Susanne S. D. Themlitz

Susanne S. D. Themlitz ist 1968 in Lissabon geboren.
Sie lebt und arbeitet seit 1993 in Köln.

Kunststudium mit den Schwerpunkten Skulptur und Zeichnung am Ar.Co., Lissabon. Stipen­diatin der Calouste-Gulbenkian-Stiftung am Royal College of Art (1992), London und an der Kunstakademie Düsseldorf (Meiserschülerin von Prof. Penck, 1995/1996).

Susanne S. D. Themlitz arbeitet seit vielen Jahren mit verschiedenen Medien, wie Zeichnung, Malerei, Skulptur und Fotografie. Typisch für Susanne S. D. Themlitz’ Arbei­ten sind die wiederkehrenden Motive: Geradezu vertraut wirken all die Morcheln, Pflanzen, Insekten und Wesen jener Leinwand­welten, und auch die typischen kopf­losen Skulpturen in Gummi­stiefeln tummeln sich in den Installa­tionen der Künstlerin als stumme Zeugen und Mittler des Übergangs in einen Mikrokosmos, der sich hinter den Kulissen verbirgt.

→ Portfolio
→ Vita (PDF, 104,9 kB)
→ Internetseite von Susanne S. D. Themlitz