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Überblick über bisherige Veranstaltungen.

Hauen und Stechen: HORROR VACUI

Eine Opernperformance von Julia Lwowski und Franziska Kronfoth
Freitag, 5. Juni 2015 ab 19 Uhr
Vorstellungen circa alle 70 Minuten

Ein Duell: Die ängstliche Macht der Leere tritt an gegen die leere Macht der Angst. Wer besiegt wen? Oder spricht man in diesem Kampf besser von Erlösung? Live ausgetragen und schamlos ausgestellt – die Leere ist zu Gast bei Hauen und Stechen.

Das Lwowski-Kronfoth-Musiktheaterkollektiv wagt mit »Horror Vacui« erneut ein Entlanghangeln am Abgrund mit Musik und Gesang zu der Stunde als der Arm schon ausgeholt, aber die Hand noch nicht zugeschlagen.

U.a. mit Gina-Lisa Maiwald (Schauspiel), Denis (Bariton), und Franziska Kronfoth (Performance).

Regie: Julia Lwowski, Franziska Kronfoth | Gast: Nika Frank I Bühne und Kostüm: Günter Hans Wolf Lemke, Adrian, Christina Schmitt

Video: Martin Mallon

Galerina Steiner | Hokus Pokus Lupus

Humana – Leben in Berlin

Schmusetier-Soap von »interpicnic«
13. September 2014 · 21 Uhr

Seit 100 Folgen kommentiert die schräge Schmusetiershow: »Humana – Leben in Berlin« das Berliner Zeitgeschehen. Immer wieder werden Schmusetiere vom Publikum gecasted, die erschreckende Ähnlichkeit mit bekannten Promis haben: Silvio Berlusconi – die kleine rote Maus mit dem langen Schwanz, Angela Merkel – das unförmige Nilpferd mit den hängenden Mundwinkeln oder Bushido – der stark behaarte Maulwurf. Alle kriegen ihr Fett weg und oft genug treten die gespielten Katastrophen wenige Zeit später wirklich ein: das Flughafendesaster, das politische Scheitern von Karl Theodor zu Guttenberg und sogar die Trennung von Heidi Klum und Seal. Wer also immer wissen will, wie verrückt die Welt wirklich ist, welcher Wahnsinn unter der Oberfläche des Alltags brodelt und welchen Irrsinn die Zukunft für uns bereit hält, der schaut sich auch die nächsten 100 Folgen der kuscheligen Show an.

In Folge 107: »Du musst es einfach nur wirklich wollen, Kevin!« zeigen wir auf, dass es einfach nicht so weitergehen kann, dass es fünf vor zwölf ist und wir sind gespannt, ob es einem der Schmusetiere gelingt, das Ruder in letzter Sekunde herum zu reißen.

In Folge 108: »Hau bloß ab, Wowi!« zeigen wir den noch regierenden Bürgermeister bei der Planung einer altersgerechten Wohnung und seiner Zeit »danach«.

Anschließend: Schmusetiercasting

Samstag, 13. September 2014 um 21 Uhr in der Galerina Steiner.

Man muss nicht alles vermeiden,
was man nicht verträgt

Eine Opernperformance von Julia Lwowski

Seit mehr als drei Jahren geht die »feinste, kleinste und frechste Oper, die Berlin zu bieten hat« (Stern) – am 4. Mai zum elften Mal – in der Galerina Steiner über die Bühne. »Low Budget, hoch professionell«, wie es im Magazin hieß, war die Opernreihe schon von Anbeginn. »Hauen und Stechen« gastierte derweil in München und in den Berliner Sophien-Sälen. Nun kehrt das Projekt zurück an seinen Ursprungsort. Regisseurin Julia Lwowski reißt uns in die atemberaubenden Abgründe ihrer Inszenierung. Wie immer sind die Vorführungen überschaubar getaktet. Gespielt wird in mehreren Durchgängen, das Foyer bietet die nötigen Atempausen und Getränke.

Man muss nicht alles vermeiden, was man nicht verträgt

Seltsame Dinge geschehen hier. Waren es die Gelüste der Unschuldigen oder die Erlösungssehnsucht der Ver­dammten? Zeigt das Kippbild die Nixe oder die Hexe? »Cherchez la femme!« sagt der russische Ausdruck für das Rätselhafte.

Das LWOWSKI•KRONFOTH•MUSIKTHEATERKOLLEKTIV steckt seine mehrköpfige Unersättlichkeit erneut mitten in das spukende Labor der Entscheidung. Dort ist der Grad zwischen Schuld und Unschuld, Vergnügen und Mord ein schmaler. Das skrupellose Sezieren zeigt, wie der Arm schon ausgeholt hat, aber die Hand noch nicht zugeschlagen.

Galerina Steiner | Hauen & Stechen

Mit: Gina-Lisa Maiwald und Günter Schanzmann (Schauspiel), Magdalena Motyl (Sopran), Nolundi Tschudi (Performance, Ukulele), Günter Hans Wolf Lemke, Lea Søvsø und Franziska Kronfoth (Performance).

Regie: Julia Lwowski
Bühne und Kostüm: Yassu Yabara
Video: Martin Mallon
Dramaturgie: Maria Buzor

Hauen und Stechen: HOKUS POKUS LUPUS

3 Opern-Performances
von Julia Lwowski und Franziska Kronfoth
Special Guest: Michael Höppner

Da heult der Wolf: Cosimas Geburtstag, ein musikalisches Geschenk und ein unerwarteter Gast zu Weihnachten 1870 im Hause Wagner. Goebbels, Hitler, Germania und eine Geburt 1945 im Führerbunker. „Die Heilige Familie“ collagiert Texte (Cosima und Richard Wagner, Heiner Müller) und Musiken (Richard Wagner, Paul Hindemith) zu einem Melodram aus dem Keller der deutschen Geschichte. Der Opernregisseur Michael Höppner ist mit dieser Arbeit speziell und zum ersten Mal zu Gast bei Hauen und Stechen.

Galerina Steiner | Hokus Pokus Lupus

Doch auch das LWOWSKI•KRONFOTH•MUSIKTHEATERKOLLEKTIV schläft nicht und es gibt Überraschungen! Welche? Ich weiß es nicht, sagen Lulu und Tristan. Macht denn mich das zu einem Menschen, bescheid zu wissen über meine Seele, über Liebe, Treue, Wahrheit oder bin ich doch… ein Wolf? Vielleicht, jedenfalls gibt es Alternativen! Die Zeiten stehen günstig, die schon mal ausgerotteten Wölfe werden nicht mehr verfolgt. Es ist eben, als wenn sich der Wolf zum Schaf gesellte, wenn ein Gottloser sich zum Frommen gesellet, sagt Jesus Sirach, aber: Wolf und Schaf sollen beieinander weiden, sagt Jesaja über die Verheißung der neuen Erde. Homo homini lupus – der Mensch ist dem Menschen ein Wolf – in dem Moment, in dem der Arm schon ausgeholt hat, aber die Hand noch nicht zugeschlagen.

Die heilige Familie

Eine melodramatische Collage von Michael Höppner (Regie)
mit Julia Hartmann (Wolf/Hitler), Nolundi Tschudi (Cosima/Germania) und Magnús Hallur Jónsson (Richard/Goebbels)
Die Kamerata Obskura musiziert unter der Leitung von Tobias Haußig.

Bestie Lulu

Eine neue Episode aus LULU/NANA oder Das Huhn mit dem Inneren und dem Äußeren
mit Ulrike Schwab (Sopran), Johannes Grau (Tenor), Gina-Lisa Maiwald (Schauspiel), Yvonne Gesler (Klavier), Martin Mallon (Video) und Julia Lwowski (Performance)

Regie: Franziska Kronfoth | Bühne und Kostüme: Günter Lemke

Jeder Abel hat seinen Kain

mit Ulrike Schwab (Sopran), Franziska Kronfoth und Nolundi Tschudi (Performance) sowie Edwin Dickman (Zeichnung)
Regie: Julia Lwowski | Bühne und Kostüm: Günter Lemke

Samstag, 1. Februar 2014 | ab 19.00 Uhr

Vorstellungen alle 70 Minuten bis ca. 24.00 Uhr
Dauer ca. 2 Stunden

Eintritt frei, großzügige Spenden erbeten.

→ weitere Videos zu Hauen und Stechen 2013 – 2014

Hauen und Stechen 3

Opern-Performances
von Julia Lwowski und Franziska Kronfoth

LULU – DIE VERSCHWENDUNG DER EHEMÄNNER – Der Tod ist ein Luxus der Natur, schließlich sterben ja die ganz einfachen Lebewesen auch nicht, die haben auch keinen Sex, den anderen Luxus der Natur, sondern vermehren sich einfach so, indem sie sich teilen. Goll, Schwarz und Schön, Lulus bürgerliche Ehemänner, sterben an ihrer Frau. Ein jeder bekommt von Wedekind den Tod, der zu ihm passt: der Arzt den Schlaganfall, der Künstler den Selbstmord, der Journalist Mord oder Totschlag. Auf den ersten Blick sind sie gescheitert am ununterdrückbaren Drang, ihre Sehnsucht zu domestizieren und zu besitzen, an Paranoia und Eifersucht; auf den zweiten aber entkommen sie doch auf den letzten Metern ihren fragwürdigen Leben durch die bloße Existenz ihrer Sehnsucht nach Intimität!

Das LWOWSKI•KRONFOTH•MUSIKTHEATERKOLLEKTIV begreift sich mit Bataille als diskontinuierliches Wesen, das die eigene Isolation nur durch die Erotik und durch unvermeidliche Akte der Verschwendung überwinden kann. Wer das verstanden hat, bekommt einen Glühwein, auf dem Siedepunkt, in dem Moment, in dem der Arm schon ausgeholt hat, aber die Hand noch nicht zugeschlagen.

Samstag, 7. Dezember 2013 | ab 19.30 Uhr
Vorstellungen alle 45 Minuten bis ca. 23.30 Uhr

mit Magdalena Motyl (Sopran), Yvonne Klamant und Gina-Lisa Maiwald (Schauspiel), Louis Bona (Viola, Arrangement), Seongyun Kim (Klavier)

Regie: Franziska Kronfoth
Ausstattung: Christina Schmitt

Hauen und Stechen 3

Opern-Performances
von Julia Lwowski und Franziska Kronfoth

BIBELSTUNDE – Die Vorlage für Julia Lwowskis synästhetisches Opernexperiment ist die traurige Geschichte von Kain und Abel, einem der rätselhaftesten Texte der Bibel. Die Strafe Kains ist die Verbannung und das Erleiden ewiger Schmerzen. Franziska Kronfoth setzt ihre Arbeit über Wedekind, Berg und Godard fort. Lulu und Nana wissen, dass sie sterben müssen, sie sehen ihren Tod im Traum, im Kino. Unter Annahme dieser Bedingung gehen sie ihren Weg, dessen letzte Station die Liebe ist.

Galerina Steiner | Hauen und Stechen

Das LWOWSKI•KRONFOTH•MUSIKTHEATERKOLLEKTIV zeigt am kommenden Samstag mit BIBELSTUNDE die vorerst letzte Episode von Hauen und Stechen für dieses Jahr. In neuen Räumen und nach altem Prinzip: Gespielt wird mehrmals hintereinander, kurz und heftig und immer für ein begrenztes Publikum. Diesmal sind die Folgen unvermeidlich, auch wenn die Zeit anhält und immer wiederkehrt: in dem Moment, in dem der Arm schon ausgeholt hat, aber die Hand noch nicht zugeschlagen.

Samstag, 14. September 2013 | ab 19 Uhr
2 Performances und eine Überraschung
Vorstellungen alle 45 Minuten

JEDER ABEL HAT SEINEN KAIN oder DER VERRAT AN DER ERDE
mit Amélie Saadia (Mezzosopran), Franziska Kronfoth und Nolundi Tschudi (Performance), Michelle Yom (Flöte) sowie Edwin Dickman (Zeichnung)
Regie: Julia Lwowski

PASSION
mit Nicole Tschaikin (Sopran), Günter Schanzmann (Schauspiel), Michelle Yom und Naoise O’Brien (Flöte), Jakob Klaffs (Video) sowie Julia Lwowski (Performance)
Regie: Franziska Kronfoth
Ausstattung: Günter Lemke | Jennifer Hörr

ÜBERRASCHUNG
Lea Søvsø und Nikolai Frank

Eintritt frei, Spenden erbeten

Hauen und Stechen 2

Zwei Opern-Performances mit Ni Fan und Gästen
von Julia Lwowski und Franziska Kronfoth

Kleine Keller, enge Wohnungen. Leben und Tod, vor allem Tod! Vor allem Leben! Die Sehnsucht kommt leichtfüßig und singt ganz laut! Kann ich endlich mal rankommen an die da auf dem Ofen? Und wie geht es dem Mädchen mit dem blauen Gymnastikanzug? Es flüstert: »Das Huhn ist ein Tier mit einem Inneren und einem Äußeren. Zieht man das Äußere ab, bleibt das Innere übrig. Zieht man das Innere ab, bekommt man die Seele zu Gesicht!«

Galerina Steiner | Hauen und Stechen

Samstag, 14. September 2013 I ab 19 Uhr – Vorstellungen alle 40 Minuten

Regie und Konzept: Julia Lwowski und Franziska Kronfoth

Franziska Kronfoth wurde 2013 für ihr künstlerisches Rechercheprojekt LULU/NANA über die Werke von Frank Wedekind, Alban Berg und Jean-Luc Godard als Nachwuchskünstlerin mit dem Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin ausgezeichnet.

Eintritt frei, Spenden erbeten

Dokumentation

Hauen und Stechen

Minioper
von Julia Lwowski und Franziska Kronfoth

Warum bin ich denn so seltsam ruhig? Der neue Berliner Fortsetzungsroman ist in Musik gegossen und live: In der Intimität des Kellers vermodern Parallelwelten von Räumen und Figuren, Klackern von Schuhen, Kratzen auf der Herdplatte, Knirschen von Sandkörnern. Passiert das hier wirklich? Kann ich so schnell noch denken? Wird mir das wehtun? Und warum bin ich so seltsam ruhig?

Minioper | Hauen und Stechen

In der Performancereihe von Julia Lwowski und Franziska Kronfoth gibt es jede Woche ein neues, kurzes aber feines Musiktheaterstück. Gespielt wird mehrmals hintereinander, nur eine Viertelstunde und immer für ein begrenztes Publikum. Die Opernsängerin Magdalena Motyl empfängt für jede Aufführung neue Gäste und sucht mit ihnen: den Moment, an dem der Arm schon ausgeholt hat, aber die Hand noch nicht zugeschlagen.

Freitag 11. Mai 2012 mit Louis Bona (Komposition, Viola)
Regie: Julia Lwowski

Freitag 18. Mai 2012
mit Emilio Gordoa (Vibraphon), Diana Zolotarova (Performance)
Regie: Julia Lwowski

Donnerstag 24. Mai 2012
mit Gina-Lisa Maiwald (Schauspiel), Julia Lwowski (Performance) und Andrej Ugoljew (Posaune)
Regie: Franziska Kronfoth

Beginn jeweils um 20 Uhr
Eintritt frei, Spenden erbeten

Dokumentation der Veranstaltung → Minioper Teil 1→ Minioper Teil 2 | → Minioper Teil 3 | → Video